Marburger Konzentrationstraining


Seit September 2007 können wir Ihnen aufgrund unserer Zertifizierung das Marburger Konzentrationstraining in unserer Praxis anbieten.

Das Marburger Konzentrationstraining (MKT) wurde vor etwa 15 Jahren vom Marburger Schulpsychologen D. Krowatschek entwickelt. Es ist ein auf Selbstinstruktion basierendes Training für Vorschul- und Schulkinder im Alter von fünf bis etwa zwölf Jahren. Es wird bei Kindern mit Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung eingesetzt, kann aber auch nicht-betroffenen Kindern nützen. Seine Elemente sind für den Einsatz im Klassenzimmer konzipiert. Das MKT vermittelt den Kindern die Methode der verbalen Selbstinstruktion sowie grundlegende Arbeitstechniken für den Schul- und Hausaufgabenalltag. Weitere Bestandteile sind Wahrnehmungs- und Gedächtnisübungen, Phantasiereisen, Autogenes Training, Regelspiele etc. Zusätzlich zum Training mit den Kindern gibt es begleitende Elternabende.

Ziele des Trainings sind bei den Kindern:

das Training der Selbststeuerung,
vernünftiger Umgang mit Fehlern,
die Verbesserung der Leistungsbereitschaft,
das Zutrauen in eigenes Können,
das Training von Regeln und Strukturen

bei den Eltern:

die Vermittlung von Wissen über Konzentration,
die Verbesserung der Interaktion zwischen Eltern und Kind

Das MKT ist eine Kurzintervention (in der Regel 6 Stunden), die sich gut für den Einsatz in Gruppen eignet. Es wird in psychologischen, lerntherapeutischen und Ergotherapie-Praxen eingesetzt, aber vielfach auch von Lehrkräften im Unterricht angewendet. In einigen Bereichen findet es als Volkshochschulkurs statt.

Wer profitiert von Konzentrationstrainings?
Konzentrationstrainings eignen sich insbesondere für Grundschüler mit Symptomen des Aufmerksamkeits-Defizit-Syndroms (ADS/ADHS) mit und ohne Hyperaktivität. Darunter sind Kinder zu verstehen, die unstrukturiert und planlos an Aufgaben herangehen, nicht lange bei der Sache bleiben, zu negativen Selbsteinschätzungen und -bewertungen neigen ("Ich kann das nicht!", "Ich bin blöd!") und dadurch viel Zeit für Hausaufgaben und Klassenarbeiten benötigen bzw. zu keinem befriedigenden Ergebnis kommen. Lob, Anerkennung und Ermutigung sind zentrale Bestandteile des Trainings. Daher kann ein Konzentrationstraining gerade Kinder, deren Motivation aufgrund schulischer Misserfolge Schaden genommen hat, spielerisch und kindgerecht an schulische Inhalte (wieder) heranführen.

Ablauf eines Selbstinstruktionstrainings
Während eines Selbstinstruktionstrainings bearbeitet das Kind mit einem Trainer oder einer Trainerin Übungen zur Förderung der Wahrnehmung, der Genauigkeit, der Merkfähigkeit und des logischen Denkens. Das Training besteht aus fünf Stufen, die nacheinander durchlaufen werden:

1. Der Trainer führt die Aufgabe als Modell zunächst selbst durch. Er spricht laut zu sich selbst.
2. Nun führt das Kind die Aufgabe durch. Der Trainer spricht die Instruktionen für das Kind.
3. Das Kind instruiert sich jetzt selbst laut. Es wird vom Trainer unterstützt, sofern nötig.
4. Das Kind flüstert die Instruktionen, während es die Aufgabe erledigt.
5. Am Ende des Konzentrationstrainings denkt das Kind die Instruktionen. Aus dem lauten Sprechen ist inneres Sprechen geworden. Die Fähigkeit zum inneren Sprechen ist notwendig, wenn es darum geht, Probleme zu reflektieren und in einem ruhigen, inneren Gespräch zu einer Lösung zu gelangen.

Weitere Informationen finden Sie auch auf der Seite www.iflw.de


Unnaerstrasse 15

59457 Werl

Tel: 02922 - 866099

Fax: 02922 - 912900